30.04.2018

von akz-o B° RB

Thema: Monatsblutung

Aberglaube oder Fakt? Mythen zur Menstruation

Eine starke Periode kann zu Eisenmangel führen

Im Mittelalter dachten die Menschen, Menstruationsblut habe magische Kräfte. Später hielten sie es für giftig. Dieser Aberglaube ist zwar vorbei, dennoch ranken sich einige Mythen um das Thema Monatsblutung. Wir klären auf:

Während der Periode kann ich nicht schwanger werden.

Durch diesen Irrglauben ist schon manch ein Kind entstanden. Zwar findet in dieser Phase tatsächlich kein Eisprung statt, und eine Eizelle kann im Anschluss nur 24 Stunden lang befruchtet werden. Spermien überleben im Körper jedoch bis zu sieben Tage. Bei einem sehr kurzen Zyklus reicht dieses Zeitfenster unter Umständen aus.

Die Blutung hält genau eine Woche an.

Tatsächlich ist die monatliche Dauer der Blutung von Frau zu Frau verschieden – bei manchen sind es nur drei Tage, bei anderen etwas mehr. Dauert die Regelblutung länger als fünf Tage an und fällt besonders stark aus, sodass mehr als sechs Tampons oder Binden pro Tag benötigt werden, könnte eine Gerinnungsstörung wie das von-Willebrand-Syndrom (vWS) dahinterstecken. Bei dieser Erkrankung ist im Blut ein Protein, das für die Blutgerinnung zuständig ist, entweder defekt, zu wenig oder gar nicht vorhanden. Aber wie kann man die eigene Regelblutung richtig einschätzen? Mit der App MyFlow Score können Sie leicht ermitteln, ob sich Ihre Periode innerhalb der Norm bewegt. Die App gibt es kostenlos für iOS und Android. Informationen finden Sie online unter www.netzwerk-von-willebrand.de.

Eine starke Periode kann zu Eisenmangel führen.

Ja, das ist möglich. Fällt die Periode stark aus, kann der monatliche Blutverlust auf Dauer einen Eisenmangel verursachen. Dieser kann sich zum Beispiel durch eine anhaltende Müdigkeit oder Konzentrationsmangel bemerkbar machen. Häufig hilft eine eisenreiche Ernährung, den Mangel auszugleichen. Das Mineral steckt unter anderem in Fleisch, Vollkorngetreide oder Hülsenfrüchten. Zusätzlich kann der Arzt Eisenpräparate verschreiben oder für ergänzende Untersuchen an einen Experten, verweisen, um weitere Ursachen, zum Beispiel eine Blutgerinnungsstörung auszuschließen.

Je früher die erste Periode einsetzt, desto eher beginnen die Wechseljahre.

Forscher aus Queensland bestätigen: Wer die erste Periode bereits mit elf oder jünger bekommt, hat eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit für sehr frühe Wechseljahre. Das wiederum könnte das Risiko für chronische Erkrankungen erhöhen, vermuten die Wissenschaftler, etwa für Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes Typ II und Osteoporose.

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